Nachgehakt – Offener Brief #03

Da auf unsere bisherigen Offene Briefe keine befriedigenden Antworten eingetroffen sind, haken wir mit einem dritten offenen Brief bei Ministerpräsident Schweitzer und Landrat Ihlenfeld nach.

Herrn Ministerpräsident Schweitzer,

Herrn Landrat Ihlenfeld,

An das Bürgerbüro: bitte leiten Sie diese Mail an das Büro des Ministerpräsidenten weiter, herzlichen Dank!

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Schweitzer, sehr geehrter Herr Landrat Ihlenfeld,

bedauerlicherweise haben wir auf unseren 2. offenen Brief vom 22. September letzten Jahres an Sie keine Antwort erhalten. Die hier 1 gestellten Fragen beschäftigen uns nach wie vor, uns erreichen auch immer wieder Anfragen von Mitbürgern, die auch an Ihrer Antwort interessiert sind. Der Einfachheit halber haben wir deshalb unser Schreiben an Sie auf unserer Webseite 2 veröffentlicht, auf welcher auch Ihre Antwort veröffentlicht werden soll.

Mit unserem offenen Brief 01 3 vom 24. August 2025 ging Ihnen bereits eine Unterschriftenliste mit fast 500 Unterschriften zu. Alles Menschen, die den geplanten Windpark zwischen Dirmstein und Obersülzen sehr kritisch sehen. Wir haben zwar nach mehrmaligem Nachfragen eine kurze Antwort erhalten, dass wir sicher sein können, alles ginge nach Recht und Gesetz zu. Das hat nie jemand in Frage gestellt, vielmehr ist das, wie wir Ihnen auch geschrieben haben, Teil des Problems. Wir Bürger haben keine Möglichkeit mehr, auf die Gestaltung, oder besser gesagt, Verunstaltung unserer direkten dörflichen Umgebung Einfluss zu nehmen oder diese mit zu gestalten. 

Wir bitten Sie dringend, sich unsere Sorgen um unser Naherholungsgebiet, das in Teilen bereits als Naturschutzgebiet vorgesehen ist, anzunehmen. Bitte nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass in unserem Raum schon mehr als genug Windräder stehen. Hier noch einen weiteren, sehr großen Windpark (17 Anlagen) zwischen zwei Ortschaften zu errichten mit geradezu monströsen, bisher nicht gekannten Ausmaßen was die Höhe und Rotordurchmesser angeht, ist schlicht eine unzumutbare Überbelastung von Mensch und Natur. Diese riesigen Anlagen sollen im Mindestabstand von 900m zu den Ortschaften errichtet werden. Dieser Mindestabstand stand schon in der Kritik, als die WEA noch halb so groß waren wie die, die jetzt errichtet werden sollen.
Zusätzlich handelt es sich beim Windpark Dirmstein um ein Schwachwindgebiet, das mit zusätzlichen Steuermillionen subventioniert werden muss, da von vornherein feststeht, dass der Stromertrag niedrig sein wird. 

Hier 4 können Sie sich mit Hilfe von 16 maßstabsgetreuen Animationen ein Bild machen, wie sehr unsere direkte örtliche Umgebung vom Bau dieses wahrhaft gigantischen Windparks verändert werden wird. Mit allen Nachteilen, die solch ein Windpark für Mensch und Natur mit sich bringt. Bewegen Sie einfach den senkrechten Balken von rechts nach links, um eine Vorher/Nachher Ansicht zu erhalten.

Viel mehr noch als eine gerechtere Verteilung der allseits so unbeliebten WEA beunruhigen uns die immer häufiger und lauter werdenden Fragen nach der Sinnhaftigkeit eines weiteren Ausbau der sogenannten Erneuerbaren überhaupt. Trotz verstärktem Zubaus in den letzten Jahren ist der Ertrag zurückgegangen. Diesen Themenkomplex sprechen wir mit der 2. Frage in unserem 2. Offenen Brief an Sie an. Wir bitten Sie dringend, unseren Mitbürgern diese Fragen ausführlich zu beantworten. Eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation ist aus unserer Sicht unumgänglich, bevor noch mehr Landschaften unwiederbringlich und vor allem sinnlos verschandelt werden. Geben Sie dem Natur- und Landschaftsschutz wieder einen höheren Stellenwert, auch zum Wohle der Menschen. Wenn ein erkennbarer Gegenwert allein mit dem finanziellen Aufwand, den der deutsche Steuerzahler schon in die Energiewende investieren musste, verbunden wäre, könnte man sich mit den negativen Begleiterscheinungen noch arrangieren. Das ist aber bedauerlicherweise nicht der Fall, wenig verwunderlich also, dass die Zustimmung stark zurückgeht. Eine Vielzahl von gut belegten Artikeln und Büchern über dieses komplexe Thema beweist, dass diese Sorge sehr viele Menschen umtreibt, die auf ihre völlig berechtigten Fragen Antworten haben möchten. Hier nur ein kleines Beispiel von der Volksinitiative Brandenburg 5, das eindrucksvoll und gut zusammengefasst zeigt, dass wir, die BI "NEIN zum Windpark Dirmstein!" durchaus zu einer bundesweit gewaltigen Menge von Bürgerinnen und Bürgern gehören, die - oftmals von einstigen Befürwortern - zu Kritikern der "Energiewende", einem Deutschen Sonderweg, geworden sind.
Wir geben auch zu bedenken, dass der ausufernde Ausbau der sogenannten Regenerativen Energien eine Rolle bei den in 2026 angesetzten Landtagswahlen spielen könnte.

Sehr geehrter Herr  Ministerpräsident Schweitzer, sehr geehrter Herr Landrat Ihlenfeld, wir wünschen Ihnen einen guten Start in das Neue Jahr 2026.

Verbunden mit der Bitte, sich der Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern um ihre natürlich gewachsene, dörfliche Umgebung anzunehmen. Bitte komme Sie mit uns ins Gespräch.

 

Freundliche Grüße,

 

Quellen

  1. https://neinzumwindparkdirmstein.de/wp/2025/09/offener-brief-02/
  2. https://neinzumwindparkdirmstein.de/
  3. https://neinzumwindparkdirmstein.de/wp/2025/08/offener-brief-01/
  4. https://neinzumwindparkdirmstein.de/wp/windpark/#Visualisierung_im_3D-Modell
  5. https://www.vi-rettet-brandenburg.de/intern/nachrichten/sinnhaftigkeit-des-weiteren-ausbaus-der-windkraft-teil-3.html
Scroll to top